Carl von Clausewitz’ Werk „Vom Kriege“ blieb unvollendet. Nach dem Tod des preußischen Generalmajors veröffentlichte seine Frau Marie von Clausewitz die Manuskripte, wie er es verfügt hatte. Sie nahm keine inhaltliche Bearbeitung vor, sondern gab die Texte in ihrer ursprünglichen Form heraus. Dabei blieben sie Fragmente: Das Werk sollte umfassend überarbeitet werden, um die Doppelstruktur des Krieges – totale Vernichtung versus begrenzte Ziele – konsequenter herauszuarbeiten. Zudem wollte Clausewitz den politischen Charakter des Krieges als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln stärker betonen. Doch die Cholera verhinderte die Vollendung des Werkes. Was die zahlreichen überstandenen Gefechte nicht vermocht hatten, bewirkte ein heimtückisches Bakterium: Carl von Clausewitz starb am 16. November 1831 im Alter von 51 Jahren den Krankheitstod.
Sein Werk „Vom Kriege“ hat ihn aber für uns unsterblich gemacht. Clausewitz stellte keine systematische Theorie auf, sondern lieferte durchdachte Einsichten und Erfahrungen. Er lehnt lehrbuchartige Regeln ab und setzt auf philosophische Durchdringung und Beobachtung. Was seine Lehren bereithalten, eröffnen die nächsten Kapitel.