Etwa eine Million deutsche Soldaten starben direkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Bacque untersucht in diesem Blitz das Schicksal der Gefangenen in westalliierten Lagern. In den Rheinwiesenlagern und weiteren Camps in Deutschland und Frankreich fehlte es unter dem Kommando von US-General Eisenhower an allem, besonders an Nahrung und medizinischer Versorgung. Die hunderttausenden Toten wurden in Statistiken als „Other Losses“ verschleiert. Perfide: Statt als Kriegsgefangene wurden die deutschen Soldaten noch nach der Kapitulation 1945 als „Disarmed Enemy Forces“ betrachtet. Die Genfer Konvention wurde ignoriert. Ein vergessenes Nachkriegsverbrechen!
James Watson Bacque (1929–2019) war ein kanadischer Autor, Journalist, Verleger und Historiker. Er studierte Geschichte und Philosophie an der University of Toronto und arbeitete als Romanautor und Publizist. Internationale Bekanntheit erlangte er 1989 mit dem umstrittenen Sachbuch Other Losses, in dem er aufschlüsselt, wie alliierte Kommandeure nach dem Zweiten Weltkrieg durch administrative Entscheidungen den Tod von Hunderttausenden deutschen Kriegsgefangenen verursacht haben. Dieses Werk löste heftige Diskussionen und Kritik aus. Neben historischen Publikationen schrieb Bacque auch Belletristik und engagierte sich in kanadischen Schriftstellerverbänden.
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