Das Dritte Reich ist eine berühmte Schrift aus der Konservativen Revolution der 1920er Jahre. Moeller van den Bruck entwirft die Vision einer geistigen und politischen Neugründung Deutschlands ohne Liberalismus und schwächelnden Parlamentarismus. In seiner namensgebenden Schrift forderte er nicht den späteren NS, sondern eine konservative Revolution. Gegen Klassenkampf, Ideologie und Systemträgheit stellt er den Gedanken eines organisch gegliederten Staats vor. Welche Optionen gab es nach dem Ersten Weltkrieg für Deutschland?
Arthur Moeller van den Bruck (1876–1925) war ein deutscher Kulturhistoriker, Publizist und politischer Denker. Er studierte zunächst Architektur, wandte sich aber früh der Literatur und Geschichtsphilosophie zu. Bekannt wurde er durch seine achtbändige Kulturgeschichte Deutschlands und Übersetzungen Dostojewskis. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte er die Idee eines „Dritten Reiches“ als Vision einer neuen, autoritativ geführten Volksgemeinschaft. Er kritisierte sowohl den Liberalismus als auch den Marxismus und gilt als Vordenker der Konservativen Revolution. Armin Mohler zählte ihn zur Gruppe der Jungkonservativen. Moeller van den Bruck hatte großen Einfluss auf rechte Kreise der Weimarer Republik. 1925 nahm er sich das Leben.
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