Psychische Eigenschaften haben ebenso wie körperliche eine genetische Grundlage. Zwillingsstudien zeigen, dass Charaktereigenschaften zu 50 % genetisch vererbt sind. Intelligenz ist bis zu 80 % erblich. Adoptivkinder sind deshalb den leiblichen Eltern immer ähnlicher als ihren Adoptiveltern.
Es ist anzunehmen, dass psychische Eigenschaften in besonderem Maße der Rassenevolution unterlagen, da sie sich als Anpassung an die jeweilige klimatische Umwelt heraus selektiert haben. Empirische Befunde aus der Psychologie bestätigen Temperamentunterschiede der Rassen. So sind Nordeuropäer tendenziell ruhig, sachlich und kühl. Südeuropäer sind häufig temperamentvoller. Schwarze sind besonders extravertiert, wohingegen Ostasiaten zurückhaltender sind. Araber zeichnen sich durch starke Reizbarkeit und Impulsivität aus. Bei arabischen Männern führt das oft zu Aggressivität und verstärktem Sexualtrieb.
Diese Unterschiede sind nicht nur kulturell, sondern vor allem genetisch bedingt. Den Beweis dafür lieferte 1970 eine Studie an Neugeborenen. Selbst bei gleicher sozialer Herkunft und gleichem Schwangerschaftsverlauf zeigen Neugeborene verschiedener Ethnien deutliche Verhaltensunterschiede. Bereits kurz nach der Geburt verhalten sich menschliche Babys genauso unterschiedlich wie Welpen verschiedener Hunderassen. So sind etwa schwarze Babys sehr temperamentvoll und laut, wohingegen asiatische Babys als passiver und zufriedener beschrieben werden. Europäische Neugeborene beginnen am schnellsten, zu schreien und zeigen die größten Stimmungsschwankungen. Eine weitere Studie konnte belegen, dass chinesische Kleinkinder, auch wenn sie anderswo aufwachsen, dasselbe Verhalten wie ihre Altersgenossen in China zeigen.
Gene beeinflussen das Empfinden und Verhalten durch ihre Wirkung auf Neurotransmitter. Beispielsweise verstärkt ein bestimmter Abschnitt auf einem Dopamin-Rezeptor-Gen das Bedürfnis nach Abenteuerlust. 16 % aller Europäer besitzen dieses Allel, wohingegen es bei Ostasiaten fehlt. Daraus erklärt sich deren im Allgemeinen stark disziplinierter Charakter.
Ein weiterer besonderer Genabschnitt ist das sogenannte MAOA-2er Allel. Es blockiert den Abbau von Stresshormonen. Träger dieses Genabschnitts können deshalb aggressive Impulse schlechter kontrollieren und neigen zu antisozialem Verhalten. Da es auf dem X-Chromosom liegt, sind fast nur Männer davon betroffen. Das zweite X-Chromosom von Frauen gleicht die Wirkung des Allels aus. Das MAOA-2er Allel tritt unter Arabern und Afrikanern am häufigsten auf. Unter amerikanischen Gefängnisinsassen kommt es dreimal häufiger vor als in der Normalbevölkerung.