Die Kritik an staatlicher Rüstung ist vielfältig, aber bezieht sich hauptsächlich auf ihre Ineffizienz und hohen Kosten. Staatsfinanzierte Verteidigungssysteme sind so teuer, weil sie auf Zwang, etwa durch Steuern, angewiesen sind. Der Staat hat einen Anreiz, Konflikte zu schaffen, um seine Machtposition und das Verteidigungsbudget zu rechtfertigen. In einer staatlich organisierten Verteidigung haben Bürger keine Wahl, wie ihr Geld ausgegeben wird. Sie müssen das staatliche System finanzieren, ohne wirkmächtigen Einfluss zu haben.
Die Verteidigung sollte daher besser durch private Anbieter auf einem freien Markt organisiert werden. In einem solchen System könnten verschiedene Unternehmen um die besten und kostengünstigsten Verteidigungsmöglichkeiten konkurrieren.
Die moralischen Vorteile einer solchen Privatisierung sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Freiwillige Finanzierung und die Möglichkeit, Verträge nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten, stehen im Einklang mit den libertären Prinzipien von Freiheit und Eigentum. Private Anbieter hätten zudem keinen Anreiz, aggressiv Kriege vom Zaun zu brechen, da sie keine staatlichen Interessen vertreten. In einem privat organisierten System würden zudem Anreize für Friedenslösungen durch Marktmechanismen und unabhängige Schiedsgerichte geschaffen.
Trotz dieser Vorteile gibt es auch Bedenken bezüglich der Privatisierung der Verteidigung. Eine häufige Kritik ist, dass private Anbieter untereinander Konflikte auslösen könnten. In einer libertären Gesellschaft würde jedoch die Existenz von Schiedsgerichten und Marktmechanismen dazu führen, dass solche Konflikte durch friedliche Verhandlungen und Vereinbarungen gelöst werden können. Der Markt stellt sicher, dass alle Anbieter die Interessen ihrer Kunden beachten.
Jede Regierung neigt grundsätzlich dazu, ihre Macht auszuweiten. Mechanismen wie Verfassungen oder Gewaltenteilung, die darauf abzielen, die Machtkonzentration zu verhindern, können dies langfristig nicht aufhalten. Demokratische Regierungen sind besonders anfällig für dieses Problem, da sie auf Mehrheitsentscheidungen basieren, die zu Umverteilung und dem Wachstum des Staatsapparats führen.
In Anbetracht der Tendenz zur Machtvergrößerung bietet sich eine radikale Lösung an: eine Revolution, die mit dem bestehenden System bricht. Ziel wäre es, die Regierung durch eine natürliche Ordnung zu ersetzen, in der alle Dienstleistungen – einschließlich der Rechtsprechung und der Verteidigung – privat organisiert werden. Diese Gesellschaft würde auf freiwilliger Kooperation und Privateigentum basieren, ohne Eingriffe eines zentralisierten Staates.
Um diese Veränderung zu erreichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei der Sezession erklären regionale Einheiten ihre Unabhängigkeit vom bestehenden Staat, um dessen Macht zu reduzieren. Die Privatisierung von staatlichen Institutionen wäre ein weiterer Schritt zur Reduktion des staatlichen Einflusses. Ebenfalls wären Bildung und Aufklärung wichtig, um libertäre Ideen zu verbreiten.
Jedoch gibt es auch erhebliche Hindernisse auf dem Weg zu einer friedlichen Revolution. Ein großes Hindernis ist der Widerstand durch bestehende Machtstrukturen, die den Status quo verteidigen. Zudem müsste die weitverbreitete Abhängigkeit von staatlichen Dienstleistungen überwunden werden.
Trotz dieser Herausforderungen ist die Rückkehr zur natürlichen Ordnung langfristig unvermeidlich. Alle Staaten werden früher oder später scheitern, weil sie mit den Prinzipien von Freiheit und freiwilliger Zusammenarbeit nicht vereinbar sind. Die Vorbereitung auf eine revolutionäre Veränderung erfolgt durch Bildung und die Förderung von Ideen, die die Grundlage für eine freiheitliche Gesellschaft bieten.