Wie verhalten sich Freiheit, Macht und Ordnung zueinander? Jünger zeigt, warum der Traum radikaler Freiheit im Moment der Revolution aufscheint, aber stets an den Notwendigkeiten gesellschaftlicher Organisation zerbricht. Der Anarchist ist der Motor aller Revolutionen, politisch aber zum Scheitern verurteilt. Der immer größer werdende Staat setzt sich durch, getrieben vom Vorrang der Sicherheit in einer Welt konkurrierender Ordnungen. Schließlich kulminiert diese Vision im Weltstaat: Ist er der Heilsbringer der Freiheit oder die Perfektion der Kontrolle?
Ernst Jünger (1895–1998) gilt als Chronist des 20. Jahrhunderts. Mit der Verarbeitung seiner Tagebücher aus dem Ersten Weltkrieg wurde er schlagartig berühmt. Während der Weimarer Republik zählte er zur Konservativen Revolution; im Zweiten Weltkrieg war er Besatzungsoffizier in Frankreich. In der Bundesrepublik lebte er als Schriftsteller und pflegte zahlreiche Kontakte zu den Intellektuellen Europas.
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