Einführung

Dauer: 02:14

Europa befindet sich in einer Phase der Selbstzerstörung. Europäische Gesellschaften haben den Willen verloren, sich zu reproduzieren und die eigene Kultur mit ihren Werten zu verteidigen. Schuld an diesem Niedergang sind zwei simultane Entwicklungen. Die europäischen Regierungen lassen seit Jahrzehnten Immigration aus dem arabischen und afrikanischen Raum zu, ohne die langfristigen Folgen kontrollieren zu können. Zur selben Zeit verliert Europa den Glauben an die eigene Religion, Tradition und Legitimität. An die Stelle des Christentums treten verinnerlichte Selbstzweifel und die tiefe Überzeugung einer singulären historischen Schuld. Eine existenzielle Erschöpfung breitet sich aus, die zunehmend den Fortbestand der europäischen Zivilisation gefährdet.

Obwohl die Europäer jede weitere muslimische Einwanderung ablehnen, verändert sich ihre Identität stetig. Während der Islam an Einfluss gewinnt, bleiben drängende Fragen zum Selbstverständnis ungelöst. Es existiert kein einheitliches Bewusstsein darüber, was europäische Werte definiert und welche Bedeutung dem Christentum heute noch zukommt. Menschenrechte und Werte wie Humanität sind zu Worthülsen verkommen. Ohne ihr religiöses Fundament verlieren die europäischen Errungenschaften an Bedeutung und Durchsetzungskraft.

Daneben stellen Europas Führungsschichten zunehmend die Rolle des Nationalstaats infrage. Die EU soll diese als übergeordnete Institution ablösen, dabei verfügt sie über keine einende Ideologie und ist außerstande, Loyalitäten und Identifikationsangebote zu schaffen. Eine Kultur, deren Selbstverständnis nur auf der Toleranz anderen gegenüber und auf Diversität beruht, und die sich zudem als schuldbehaftet wahrnimmt, ist nicht überlebensfähig. Einwanderer mit starkem religiösem Identitätsbewusstsein werden sich nicht in eine schwache europäische Kultur integrieren. Sie werden sie ersetzen.

Einführung - Der Selbstmord Europas | BlitzWissen