Mit dem Bedeutungsverlust des Christentums hat Europa sein sinnstiftendes Fundament verloren. Die Religion hat einst zu kultureller Größe und beeindruckender Kunst und Kultur verleitet, doch heutzutage sind die europäischen Bauwerke und Kirchen nur noch Relikte aus einer vergangenen Zeit. Gesamtgesellschaftlich ist eine kulturelle Erschöpfung zu beobachten. Sinnverlust und Nihilismus durchdringen die moderne Zivilisation. Oswald Spenglers Theorie vom Untergangs des Abendlandes scheint bestätigt und der Westen im Niedergang.
Nichts vermag bisher das Loch in der moralischen Orientierung zu füllen, das die Aufklärung und der Atheismus hinterlassen haben. Da die säkulare, tolerante Welt aber auf dem christlichen Menschenbild fußt, ist die Frage umso drängender, wie sie sich ohne religiöse Basis selbst erhalten soll. Wo das Christentum Zusammenhalt und Sinn gestiftet hat, ist heute alles in Unsinn und Auflösung begriffen. Weder die Kunst noch die Philosophie schafften es, das Bedürfnis nach Spiritualität und transzendentem Sinn zu befriedigen. Auch die rationalen Ideale der Aufklärung und die totalitären Welterklärungssysteme des 20. Jahrhunderts haben mit dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus versagt.
Das moralische Vakuum tritt als Hedonismus und Konsumüberfluss auf. Die Zerstörung aller Wahrheiten und das Scheitern der europäischen Ideen haben tiefe Selbstzweifel unter Europäern kultiviert. Das Leben in modernen Demokratien wirkt sinnentleert. Die moderne Kunst, Architektur und Populärkultur sind oberflächlich und dekadent. Ohne spirituellen Sinn ist keine Kultur in der Lage, etwas von Bedeutung zu erschaffen. Das macht es dem Islam umso leichter, sich in Europa zu etablieren.
Die Völker Europas wollen aber nicht ersetzt werden. Unsere Politiker müssen sich der Verantwortung stellen, Europa als Heimat der Europäer zu erhalten. Europa muss seine kulturelle Stärke wiedererlangen. Unser Kontinent und seine Völker dürfen nicht aus Schwäche und Selbsthass entstellt werden.